6 VON ERNÄHRUNGSEXPERTEN EMPFOHLENE LEBENSMITTEL, DIE BEI ÜBERDOSIERUNG GEFÄHRLICH WERDEN KÖNNEN

Vielen von uns wurde gesagt, dass es besser für unseren Körper ist, wenn wir anstelle von stärkehaltigen Kartoffeln einen Teller mit grünen Bohnen essen. Aber nicht alle von Ernährungswissenschaftlern empfohlene Lebensmittel und Getränke sind zweifelsfrei gesund.

Einige der Lebensmittel, die als gesund gelten und von denen man euch gesagt hat, dass ihr sie essen sollt, können negative Auswirkungen haben, wenn ihr zu viel davon esst. Dazu zählen unter anderem Gewürze, Nüsse, Gemüse, Früchte und sogar Nahrungsergänzungsmittel. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr komplett aufhören solltet, diese Dinge zu essen.

Eines der Hauptprinzipien der Toxikologie, die Lehre der Giftstoffe, ist dass die Dosis das Gift macht. Wir können krank werden, wenn wir gewissen Substanzen in extrem hohen Mengen ausgesetzt sind. Für gewöhnlich ist es aber schwierig, so viele Portionen eines einzigen Lebensmittels zu essen, dass negative gesundheitliche Auswirkungen auftreten.

Allerdings finden Wissenschaftler immer mehr über den Zusammenhang zwischen Nahrung und unserem Körper heraus. Hier sind ein paar Lebensmittel und Getränke, die bestimmte Toxine oder krebserregende Eigenschaften enthalten und zu Gesundheitsrisiken führen können.

Rotwein hat einen Inhaltsstoff, der das Herz stärken kann, aber zu viel davon kann das Risiko von Krebs oder einem Schlaganfall erhöhen.

Es gibt eine anhaltende Debatte darüber, ob die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Rotwein die Tatsache ausgleichen, dass es sich dabei eigentlich um schädlichen Alkohol handelt.

Studien haben ergeben, dass Antioxidantien im Rotwein helfen können, Herzinfarkte vorzubeugen, indem sie das Risiko von Blutgerinnseln, Entzündungen und hohem Cholesterinspiegel verringern.

Übermäßiger Alkoholkonsum wird jedoch für die Gesundheit nicht empfohlen. Zu viel Alkohol (mehr als ein Getränk pro Tag für Frauen oder mehr als zwei Getränke für Männer unter 65 Jahren) kann das Risiko von Bluthochdruck, Schlaganfall oder bestimmten Krebsarten erhöhen.

Die Fischöl-Ergänzungsmittel enthalten wichtige Omega-3-Fettsäuren, können aber auch das Risiko von Blutungen erhöhen.

Amerikaner geben jährlich mehr als eine Milliarde US-Dollar für Nahrungsergänzungsmittel aus Fisch und Tieren aus, da viele den Eindruck haben, dass diese Nährstoffe Entzündungen oder kardiovaskuläre Risiken reduzieren können. Dies scheint allerdings nur bei Menschen der Fall zu sein, die keinen Fisch essen oder deren Triglyceridspiegel erhöht ist.

Die Non-Profit-Organisation Mayo Clinic vermutet sogar, dass hohe Dosen von Fischöl-Ergänzungsmitteln das Risiko von Blutungen oder Schlaganfällen erhöhen und die Immunabwehr beeinträchtigen können. Obwohl die Klinik sagt, dass die Nahrungsergänzungsmittel „im Allgemeinen sicher“ sind, empfehlen Ärzte, Omega-3-Fettsäuren nach Möglichkeit aus Vollwert-Nahrungsmitteln zu gewinnen.

Im Laden gekaufter Zimt gilt als gesundes Lebensmittel, aber er kann auch für die Leber giftig sein.

Zimt wird oft als eine leckere Art und Weise beschrieben, Antioxidantien zu konsumieren oder Entzündungen und Blutzuckerspiegel zu reduzieren, was wiederum das Risiko von Herzerkrankungen oder Typ-2-Diabetes senken kann. Aber nicht jeder Zimt ist gleichermaßen gut für eure Gesundheit.

Das Gewürz gibt es in zwei Varianten: die Art, die wir am häufigsten im Handel sehen, bekannt als Cassia — und die seltenere, teurere Version, bekannt als Ceylon.

Im Laden gekaufter Zimt hat einen viel höheren Anteil an Cumarin, einer organischen Verbindung, die Leberzellen schädigen und zu Krebs führen kann. Aus diesem Grund wird im Allgemeinen geraten, nicht mehr als einen bis eineinhalb Teelöffel Cassia-Zimt pro Tag zu konsumieren.

Bei Ceylon-Zimt hingegen gibt es Anzeichen dafür, dass er Krebsgeschwüre verhindern, den Blutdruck senken, Wunden heilen und Leberschäden verhindern kann.

Muskatnuss kann aufgrund ihrer halluzinogenen Eigenschaften Anlass zur Sorge sein.

Muskatnuss ist ein altes Mittel gegen Schmerzen und Verdauungsprobleme, aber in großen Mengen ist sie potentiell giftig. Das Gewürz enthält eine Substanz namens Myristicin, über die bekannt ist, dass sie halluzinogene Eigenschaften besitzt.

Eine Studie aus dem Jahr 2015 ergab, dass bereits fünf Gramm gemahlene Muskatnuss, also etwa zwei Teelöffel, wegen der halluzinogenen Wirkung als „toxische Dosis“ bezeichnet werden kann. Wahrscheinlich müsste der Mensch aber viel mehr konsumieren, damit ein tatsächliches Gesundheitsrisiko entsteht.

Thunfisch enthält fettarme Proteine, aber er enthält auch viel Methylquecksilber, ein Umweltgift, das bei Kindern Entwicklungsprobleme verursachen kann.

Thunfisch gilt im Allgemeinen als ein gesunder Ersatz für rotes oder verarbeitetes Fleisch. Jedoch kann er auch relativ hohe Mengen des Umweltgifts namens Methylquecksilber enthalten.

Studien haben ergeben, dass selbst eine geringe Methylquecksilber-Belastung das Gedächtnis und die Feinmotorik bei Erwachsenen beeinträchtigen kann. Bei Kindern kann es zu Entwicklungsproblemen führen, weshalb schwangeren Frauen generell empfohlen wird, ihren Thunfisch-Konsum zu reduzieren.

Nicht nur Schwangere sollten sich Gedanken machen. Eine Harvard-Studie aus dem Jahr 2018 hat ergeben, dass in den USA Thunfisch 37 Prozent der Aufnahme von Methylquecksilber durch Fisch ausmacht.

Selbst eine Handvoll Paranüsse kann zu viel Selen enthalten.

Paranüsse enthalten mehr als 70 Prozent des täglich empfohlenen Selengehalts. Selen ist ein essentielles Mineral, das bei der Fruchtbarkeit und Gehirnfunktion helfen kann. Zu viel davon kann jedoch Übelkeit, Müdigkeit oder im Extremfall Nieren- und Herzinsuffizienz verursachen.

Erwachsenen wird empfohlen, nicht mehr als 400 Mikrogramm Selen pro Tag zu konsumieren, aber bereits sechs bis acht Paranüsse würden diesen Grenzwert überschreiten.