MIT PFLANZENPOWER GEGEN HEISSHUNGERATTACKEN UND ZUCKERSUCHT

Die NIEWINTER Community vereint eine neue Generation an Opinion Leaders, Kreativen und Influencern, die uns mit ihren Arbeiten aufgefallen sind, die uns inspirieren und mit denen wir ab sofort eng zusammen arbeiten werden. Deshalb gibt es an dieser Stelle in Zukunft einiges von unseren Community-Mitgliedern zu lesen. In diesem Artikel von Inspiriert sein berichtet die Autorin über Heißhungerattacken und Zuckergelüste und wie die ayurvedischen Heilpflanzen Ashwangandha und Brahmi diesen Essensmustern ein Ende setzten können.

Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, in denen ich noch in den Fängen des Zuckermonsters steckte. Damals habe ich mir (fast jeden Tag) fest vorgenommen, für eine Zeit lang keinen Zucker zu essen. Doch das Vorhaben hielt nie lange an. Spätestens am Nachmittag wurde die Lust auf Süßigkeiten so stark, dass ich nicht anders konnte, als diesem Drang nachzugeben. Hinterher plagte mich mein schlechtes Gewissen und das Gefühl, ein Versager zu sein.

Heute weiß ich, dass hinter solchen Heißhungerattacken auf Süßes oder andere ungesunde Sachen suchtähnliche Verstrickungen liegen können. Wenn die Biochemie des Körpers erst einmal aus dem Gleichgewicht geraten ist und Dein System stärker auf Zucker reagiert als das „gesunder“ Menschen, ist es wirklich schwierig, solche Essensmuster allein mit Willenskraft und Disziplin zu durchbrechen.

Besonders das Gehirn verändert sich, wenn wir andauernd raffinierte Industrieprodukte essen. Durch die starke Reizung des Belohnungssystems, ein kleiner Bereich in der Mitte unseres Gehirns, kommt es mit der Zeit zu neurologischen Veränderungen, die typisch sind für Suchterkrankungen und dazu führen, dass wir glauben, ohne Süßigkeiten und Co nicht mehr auskommen zu können. Ein Teufelskreis!

Heute möchte ich Dir ein zwei Geheimwaffen aus dem Ayurveda vorstellen, die dafür bekannt sind, übermäßige Lust auf Süßes aufzulösen, indem sie dem Gehirn helfen, wieder in Balance zu kommen.

1. Ashwagandha

Zuckersucht sowie andere Nahrungsmittelsüchte hängen eng mit der Biochemie in unserem Gehirn zusammen. Raffinierte Fertigprodukte der Lebensmittelindustrie führen dazu, dass der Nucleus accumbens, eine erbsengroße Ansammlung von Nervenzellen, auch als Belohnungssystem oder Lustzentrum bekannt, durcheinander gerät.

Die Kombination aus industriell verarbeiteten Fetten und raffinierten Kohlenhydraten führt dazu, dass übermäßig viele Glücks- und Wohlfühlhormone wie Dopamin und Endorphine ausgeschüttet werden. Wenn wir das ständig essen, gerät unsere Neurotransmitter-Balance aus dem Gleichgewicht und unser Körper lenkt gegen, mit der Absicht für einen Ausgleich zu sorgen. Es werden Dopaminrezeptoren abgebaut. Solange diese Neuroadaption vorhanden ist, ist es schwer, die Zuckersucht zu überwinden. Wenn Verstand gegen Biochemie kämpft, verliert meistens die Vernunft.

Ashwagandha ist laut der Neurologin und Ayurveda-Expertin Kulreet Chaudhary, einer in den USA aus Fernsehshows bekannte Ärztin, die das Wissen von moderner Forschung der Medizin von heute mit den traditionellen Weisheiten fernöstlicher Kulturen verbindet, eine der besten Methoden, um die durch Zuckersucht entstandenen Neuroadaptionsprozesse im Gehirn wieder aufzulösen und rückgängig zu machen.

Traditionellerweise wird diese auch als Indischer Ginseng bezeichnete Pflanze im Ayurveda gegen Stress, Energielosigkeit und eben gegen Heißhunger (vor allem auf Süßes und Zucker) eingesetzt. Die Einnahme ist frei von unerwünschten Nebenwirkungen und bringt erhebliche Vorteile mit sich.

Als Adaptogen hilft Ashwagandha dem Körper, sich auf gesunde und nicht auf dysfunktionale Weise an Stress anzupassen. Diese Heilpflanze stärkt das erschöpfte Nervensystem und wirkt beruhigend auf die Emotionen.

Frauen, die unter dem prämenstruellen Syndrom leiden, können durch die Einnahme von Ashwagandha genauso profitieren, wie alle, die unter Stress, Ängsten oder innerer Unruhe leiden.

Und auch bei Heißhunger soll dieses Kraut wahre Wunder wirken. Es verhindert sozusagen, dass die Heißhungersignale aufgrund einer gestörten Darmflora und aus dem Gleichgewicht geratenen Neurotransmitter im Gehirn ankommen. Um es mit den Worten von Frau Chaudhary auszudrücken: „Ahwagandha sorgt dafür, dass diese Botschaften im Spamordner des Gehirns landen.“

2. Brahmi

Um die Wirkung von Ashwagandha noch zu verstärken, sollte es zusammen mit Brahmi eingenommen werden, eine andere in Indien ebenfalls weit verbreitete Heilpflanze. Brahmi ist dafür bekannt, sämtliche Gehirnfunktionen zu verbessern. Daher wird diese Heilpflanze in der ayurvedischen Medizin auch als „Gehirntonikum“ bezeichnet und traditionellerweise bei Süchten aller Art, Morbus Parkinson und Epilepsie und anderen neurologischen Krankheitsbildern sowie zur allgemeinen Verbesserung von Gedächtnis und Konzentration eingesetzt.

Für alle Zuckersüchtigen ist diese Pflanze vor allem deshalb so interessant, weil Brahmi in der Lage ist, die Dopaminausschüttung zu normalisieren und das überlastete und erschöpfte Belohnungssystem im Gehirn zu regenerieren. Gleichzeitig wirkt die Pflanze auch noch appetithemmend.

Frau Dr. Chaudhary macht immer wieder die erstaunliche Erfahrung, dass ihre Patienten nach ein paar Wochen täglicher Einnahme von Brahmi wie von allein beschließen, mit dem Rauchen aufzuhören, künftig auf Alkohol zu verzichten oder eben auch den Zuckerkonsum zu reduzieren. So ausgleichend und regenerierend wirkt Brahmi auf die Neurochemie im Gehirn.

Wissen, wie der Beitrag weiter geht? Den persönlichen Erfahrungsbericht zur Einnahme der Heilpflanzen findest Du auf Inspiriert sein.

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Marion Selzer

Marion Selzer (Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, Beraterin für Bioelektrische Gesundheit ®, psychologische Beraterin und Autorin) beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Als ehemalige Zuckersüchtige weiß sie aus eigener Erfahrung, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren. Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen. Zusammen mit ihrem Partner betreibt sie die etwas andere Gesundheitsseite  www.inspiriert-sein.de sowie die Plattform rund ums Intervallfasten www.if168.de.