Als Bindungsangst bezeichnet man eine nachhaltige Angst, längerfristige enge Bindungen zu Partnern einzugehen. Sie ist eine der psychischen Eigenschaften, die zu Schwierigkeiten führen, stabile Beziehungen zu anderen Menschen, vor allem zu Lebenspartnern, aufzubauen.
Ursachen sind meist der Verlust einer Bezugsperson, der unerfüllte Wunsch nach Nähe und Geborgenheit im Kindesalter oder Konflikte der Eltern. In diesen Fällen wird der Wunsch nach einer engen, vertrauten Beziehung später oft abgewehrt, da er mit besonderer Angst verbunden ist. Bindungsangst kann sich in mangelndem Verantwortungsbewusstsein gegenüber Familie und Freunden äußern und zu einem introvertierten Lebensstil führen. Sie wird oft als typisch männliche Eigenschaft empfunden, tritt tatsächlich aber bei beiden Geschlechtern auf.

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