DAMIT KLARKOMMEN ALLEINE ZU SCHLAFEN

Damit klarkommen, alleine zu schlafen

Wenn man nachts immer alleine zu Hause ist, kann das furchtbar langweilig oder im schlimmsten Fall manchmal sogar furchteinflößend sein. Vielleicht bist du schon seit längerer Zeit Single, vielleicht befindest du dich aber auch gerade in der schwierigen Übergangsphase zum Singledasein, z.B. weil du gerade eine Scheidung hinter dir hast oder weil du die Trennung deines langjährigen Partners verkraften musst.
Egal, was deine konkreten Umstände sind: Du bist stark genug, um deiner nächtlichen Einsamkeit und deiner Angst ins Auge zu sehen. Wenn du dir die nötige Zeit nimmst, um dir gesunde Routinen anzugewöhnen, dich selbst zu unterhalten und dich von deinen negativen Gefühlen abzulenken und wenn du dafür sorgst, dass du dich in deinem Zuhause absolut sicher fühlst und untertags viel Zeit mit anderen Menschen verbringst, wirst du mit Sicherheit besser in der Lage sein, dass Alleinsein in der Nacht zu akzeptieren und zu verkraften.

1. Sorge für Unterhaltung

Finde effektive Methoden, um dich zu unterhalten und dich von deinen negativen Gefühlen abzulenken, um besser damit klarzukommen, dass du nachts alleine bist.
Wenn du deine Abende damit verbringst, einem Hobby nachzugehen, das du selbst ausgesucht hast und das dir viel Spaß macht, wirst du die abendliche Zeit alleine nicht länger fürchten, sondern du wirst dich höchstwahrscheinlich sogar darauf freuen.

2. Lerne, alleine zu schlafen

Vielleicht fällt es dir schwer, nachts alleine zu schlafen, weil du z.B. einsam bist, deinen Partner vermisst, mit dem du viele Jahre das Bett geteilt hast oder weil du dich noch nicht an das Single-dasein gewöhnt hast.
Um besser mit dem Alleinschlafen fertigzuwerden, solltest du ungefähr eine Stunde vor dem Einschlafen deinen Fernseher, dein Tablet, dein Handy und deinen Computer ausschalten, um dich und deinen Körper auf die nächtliche Ruhephase vorzubereiten. Außerdem kannst du dir selbst das Einschlafen erleichtern, indem du :

Alkohol, Koffein und Essen zu spät am Tag vermeidest.
Auf stressige Aktivitäten, wie z.B. Sport, kurz vor dem Einschlafen verzichtest.
Die Lampen im Zimmer dimmst und grelles Licht vermeidest.
Sanfte, beruhigende Musik hörst.
Darauf achtest, dass die Zimmertemperatur schön kühl ist.
Gemütliche, weiche Bettwäsche verwendest, wie z.B. ein Relax-Kissen, das sich an deine Körperform anpasst.
Trage eine Schlafmaske oder ziehe die Vorhänge in deinem Schlafzimmer zu, um dein Zimmer völlig abzudunkeln.
Wieder aufstehst, um ein bisschen zu lesen oder eine Tasse heißen Tee zu trinken, wenn du feststellst, dass du nicht einschlafen kannst und dich ständig hin und her wälzt.

3. Gewöhne dir eine gesunde Routine an

Wenn du die Abende, die du alleine zu Hause verbringst, genau planst und durchstrukturierst, wirst du nicht so leicht in Versuchung geraten, in schädliche Gedanken der Einsamkeit abzudriften, wenn du alleine im Bett liegst.
Wenn du eine effektive Routine aufrechterhältst, kann das außerdem dazu beitragen, dass du motivierter bist und dich erfüllter fühlst, wenn du alleine bist.

Ein Beispiel: Wenn du um fünf Uhr abends von der Arbeit nach Hause kommst, solltest du vor dem Schlafengehen etwas Zeit für Entspannung, Bewegung und Sport, das Abendessen, soziale Kontakte und vielleicht noch etwas Zeit für ein geliebtes Hobby einplanen.
Es kann hilfreich sein, wenn du jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett gehst – allerdings ist der Umstand, dass du ins Bett gehen kannst, wann immer du Lust hast, unbestreitbar einer der großen Vorteile des Alleinlebens.

4. Bereite dir regelmäßig anständige Mahlzeiten zu

Wenn du alleine lebst oder abends meist alleine bist, könntest du das Gefühl bekommen, dass es sich nicht lohnt, nur für dich alleine eine Mahlzeit zu kochen und dich fürs Abendessen an den Tisch zu setzen. Allerdings solltest du dich wirklich bemühen, deine Mahlzeiten zu etwas Besonderem zu machen und jeden Tag etwa zur gleichen Zeit zu essen, um einem Gefühl der Einsamkeit vorzubeugen.

5. Erkenne und akzeptiere Gefühle der Einsamkeit und mache das Beste draus

Auch, wenn Alleinsein natürlich nicht automatisch mit Einsamkeit gleichzusetzen ist, ist es dennoch sehr wichtig, dass du eventuell auftretende Gefühl der Einsamkeit und Traurigkeit erkennst und akzeptierst. Bestimme, woher diese Gefühle kommen. Vielleicht fühlst du dich einsam und alleine, weil du gerade keinen romantischen Partner hast oder kürzlich geschieden wurdest. Es ist wichtig, dass du diese Gefühle zum Ausdruck bringst und versuchst, ihren Ursprung zu verstehen, damit du dich mit der Zeit wohler dabei fühlen kannst, alleine zu Hause zu sein:

Schreibe regelmäßig Tagebuch.
Sprich mit einem vertrauenswürdigen Freund über deine Schwierigkeiten.
Beginne eine Therapie, wenn du nach einem Todesfall oder einer Scheidung Trauer oder Einsamkeit erlebst.

6. Achte darauf, dass du sicher bist

Wenn du Angst davor hast, abends und nachts alleine zu sein, weil du fürchtest, dass jemand einbrechen könnte, dass es zu einem medizinischen Notfall kommt oder dass ein Desaster passiert, wie z.B. ein Brand, solltest du effektive Maßnahmen und Vorkehrungen treffen, um deine eigene Sicherheit in jeder erdenklichen Situation zu gewährleisten. So wirst du deine Angstgefühle lindern können. Triff praktische Maßnahmen, damit du im Falle eines Notfalls perfekt auf alle Eventualitäten vorbereitet bist.

Verriegle alle Türen und Fenster, bevor du schlafen gehst.
Mache dich mit allen Rettungs- und Fluchtwegen vertraut.
Ziehe in Erwägung, eine Alarmanlage zu installieren.
Stelle sicher, dass du immer ein funktionierendes, geladenes Handy griffbereit hast.
Belege einen Selbstverteidigungskurs.
Überlege dir, welche Person du im Notfall anrufen kannst.

7. Stelle dich deinen Ängsten

Es ist nur allzu einfach, dich völlig von deinen Ängsten vereinnahmen zu lassen und dir immer das Worst-Case-Szenario auszumalen, wenn du alleine zu Hause bist. Möglicherweise bist du dazu verleitet, auch zum Schlafen alle Lichter und den Fernseher anzulassen, ständig Übernachtungsgäste einzuladen oder zwanghaft wieder und wieder alle Schlösser zu überprüfen, bevor du ins Bett gehst. Diese ritualisierten Verhaltensweisen werden deine Ängste langfristig gesehen aber nur noch weiter verstärken.

Vermeide es, zu oft andere Person zu fragen, ob sie bei dir übernachten können.
Finde rationale Erklärungen für die Geräusche, die du oft mitten in der Nacht hörst.
Beginne eine Therapie, wenn du anfängst, dich obsessiv mit deinen Ängsten zu beschäftigen oder wenn sich deine Ängste negativ auf deinen Schlaf auswirken.

8. Freunde dich mit deinen Nachbarn an

Wenn du dich bemühst, ein freundschaftliches Verhältnis zu deinen Nachbarn aufzubauen, ist das eine ausgezeichnete Methode, um sicherzustellen, dass die anderen Menschen in deiner unmittelbaren Umgebung wissen, wer du bist und einen guten Grund haben, um dein Wohlbefinden im Auge behalten. Darüber hinaus hast du manche deiner sozialen Kontakte direkt vor deiner Haustüre, wenn du dich mit deinen Nachbarn anfreundest! Vielleicht lernst du andere Menschen kennen, die ebenfalls alleine leben. In diesem Fall könnt ihr eine Vereinbarung treffen, die besagt, dass ihr gegenseitig auf euch achtgebt und Nachforschungen anstellen werdet, wenn ihr schon länger nichts mehr voneinander gehört habt.

9. Pflege deine sozialen Kontakte

Nimm regelmäßig am gesellschaftlichen Leben teil. Plane im Laufe der Woche regelmäßig soziale Aktivitäten mit Freunden und Familienmitgliedern. Dadurch wird dein Leben mehr Struktur erhalten, du kannst deine sozialen Bindungen zu anderen Menschen vertiefen und deine Laune wird sich verbessern. Wenn du untertags positiven Freizeitstress hast, weil du immer mit anderen Menschen unterwegs bist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dich keine Gefühle der Einsamkeit überkommen werden, wenn du abends alleine zu Hause bist.