DAS LEBEN LOCKERER NEHMEN

Nimmst du das Leben immer viel zu ernst und findest es schwierig, dich zu entspannen und die Dinge einfach laufen zu lassen? Möglicherweise sagt dir ein angeborener Instinkt, dass du vermutlich am besten fahren wirst, wenn du auf alle Dinge im Leben kritisch und ernsthaft reagierst: Angefangen bei deiner konstanten Kritik an anderen Menschen bis hin zu deiner unsäglichen Angewohnheit, in allen Lebenssituationen auf das Negative aufmerksam zu machen. Falls dich diese Angewohnheiten exakt beschreiben und dich selbst schon beunruhigen, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass du deinen Mitmenschen auf die Nerven gehst und ständig ihre gute Laune trübst. Außerdem verschwendest du damit nur unnötig deine Energie. Sobald dir einmal bewusst geworden ist, dass du das Leben einfach viel zu ernst nimmst, kannst du dir hier unsere vielfältigen Tipps durchlesen, wie du es schaffen kannst, lockerer zu werden und deine Lebensqualität erheblich zu verbessern.

  1. Lasse deine Erwartungen an dich selbst und andere los. Die Unfähigkeit, es einfach mal locker anzugehen, hängt oft mit überzogenen Erwartungen zusammen – sowohl was andere Menschen betrifft, als auch an dich selbst. Wenn du lernst, die unzähligen „wollen“, „sollen“, „brauchen“ und „müssen“ in deinem Leben loszulassen, wirst du nicht nur auf dem besten Weg sein, das Leben lockerer anzugehen, sondern du wirst auch die Negativität reduzieren können, die dich bisher immer umgeben hat und die aller Wahrscheinlichkeit für deine zwanghafte Ernsthaftigkeit im Leben verantwortlich ist.

2. Vermeide stressige Situationen. Stress ist einer der gravierendsten Faktoren, der es manchen Menschen unmöglich macht, das Leben locker zu nehmen. Wenn du es schaffst, stressige Situationen weitestgehend zu vermeiden, wirst du deine innere Anspannung reduzieren und Positivität in deinem Leben fördern können – und ganz nebenbei wirst du ganz allgemein lockerer werden.

  • Entferne dich – wenn möglich – aus stressigen Situationen. Wenn dir das nicht möglich ist, solltest du versuchen, einen tiefen Atemzug zu nehmen und nicht unmittelbar zu reagieren, damit du verhindern kannst, dass es zu einem unnötigen Gefühlsausbruch kommt oder dass dich deine innere Anspannung übermannt.
  • Erlaube dir jeden Tag etwas Zeit, um dich zu entspannen und die Anspannung des vergangenen Tages abzuschütteln. Ein zehnminütiger Spaziergang könnte dir zum Beispiel sehr gelegen kommen, um Stress abzubauen und Geist und Körper etwas Erholung zu schenken.

3. Lasse deine innere Anspannung raus. Wenn du immer sehr angespannt bist, kann das deine Ernsthaftigkeit und Steifheit noch weiter verstärken. Wenn du es schaffst, durch entspannende Aktivitäten, wie z.B. Sport oder Massagen, mehr Entspannung im Alltagsleben zu finden, wird dich das mit Sicherheit viel lockerer und entspannter machen.

  • Regelmäßige Bewegung ist eine wichtige Voraussetzung für einen guten allgemeinen Gesundheitszustand und kann auch dazu beitragen, dass die stressfördernden Anspannungen des Alltags von dir abfallen.
  • Sport und Bewegung setzen im Körper Endorphine frei, die dazu beitragen werden, dass du bessere Laune hast und besser schlafen kannst – und beide diese Voraussetzungen werden es dir erleichtern, deine innere Anspannung loszuwerden.
  • Nach einer Massage wirst du dich entspannter fühlen und die körperlichen Symptome deiner alltäglichen Anspannung werden nachlassen – wodurch das Leben hoffentlich weniger ernst erscheinen wird.
  • Sogar so simple und alltägliche Freuden wie ein warmes Bad können dazu beitragen, dass sich deine innere Anspannung löst – besonders nach einem stressigen Tag oder wenn du schlecht gelaunt bist.

4. Schiebe deiner Negativität einen Riegel vor. Nur allzu schnell verwandeln sich negative Gedanken in negative Handlungen und eine grundsätzlich negative Lebenseinstellung. Wenn du der Negativität in deinem Leben allerdings bewusst einen Riegel vorschiebst, wird es dir leichter fallen, alles etwas lockerer zu sehen und in deiner Umgebung für eine positive Atmosphäre zu sorgen.

  • Wann auch immer dir etwas Schlechtes passiert, solltest du diese Sache so gut es geht vergessen und aus deinen Gedanken verdrängen. Male dir in deiner Fantasie stattdessen aktiv positive Dinge aus, die in deinem Leben passieren sollen.
  • Wenn eine andere Person negative Kommentare an dich richtet , solltest du dich kurz damit beschäftigen und die Aussagen dann loslassen. Wenn du dir tagelang den Kopf über die Negativität zerbrichst, wirst du lediglich deine innere Anspannung verstärken und deine Ernsthaftigkeit fördern.

5. Verzeihe dir selbst und anderen. Wenn du anderen gegenüber nur allzu oft einen Groll hegst oder wenn du ständig zwanghaft über die kleinen Unvollkommenheiten und Makel des Lebens nachdenkst, legst du unbewusst den Fokus auf deine negative Lebenseinstellung und die damit einhergehende Ernsthaftigkeit. Wenn du es allerdings schaffst, dir selbst und anderen zu verzeihen, wird sich deine Anspannung lösen und du wirst in der Lage sein, dich auf das Positive in dir selbst und anderen zu konzentrieren – was wiederum dazu führt, dass du das Leben nicht mehr so schwernehmen wirst.

  • Der Akt des Verzeihens ist äußerst wirksam, um negative Energien aus deinem Leben zu entfernen und stattdessen eine positive Lebenseinstellung sicherzustellen. Darüber hinaus wird diese Methode den Stress in deinem Leben reduzieren und dir dafür innere Frieden und Seelenruhe verschaffen.

6. Entferne negative Menschen aus deinem Leben oder verbringe zumindest weniger Zeit mit ihnen. Die Menschen, mit denen wir uns regelmäßig umgeben, haben einen riesigen Einfluss auf uns und unser Wohlbefinden. Wenn du es schaffst, negative und übertrieben ernsthafte Menschen aus deinem Leben zu verbannen oder den Kontakt mit ihnen zumindest massiv einzuschränken und dein Leben stattdessen mit positiven und beschwingten Zeitgenossen zu füllen, wird es dir leichter fallen, selbst lockerer und positiver zu werden.

  • Wenn es nicht möglich ist, eine Person ganz aus deinem Leben zu verbannen, z.B. weil du diese Person nicht verletzen möchtest, kannst du versuchen, weniger Zeit mit dieser Person zu verbringen. Alternativ kannst du versuchen, die negative Lebenseinstellung und pessimistische Denkweise dieser Person zu kontern, indem du aktiv die positiven Aspekte ihrer Aussagen und Handlungen hervorstreichst. So kannst du dich selbst davor schützen, in den Sog der Negativität hineingezogen zu werden.

7. Sei bereit, die Regeln etwas großzügiger auszulegen. Regeln und Richtlinien existieren, um uns einen Wegweiser für unser Handeln zu geben und setzen darüber hinaus vernünftige Parameter. Wenn allerdings die starren Regeln zum einzig für dich vorstellbaren Mittel werden, wie du dich selbst siehst und mit deinen Mitmenschen interagierst, könntest du schnell unflexibel und stur werden. Wenn du allerdings lernst, in welchen Momenten du die Regeln auch mal guten Gewissens großzügig auslegen kannst, wird dir das dabei helfen, lockerer zu werden – und ganz nebenbei werden sich vermutlich auch deine zwischenmenschlichen Beziehungen erheblich verbessern.

  • Allerdings solltest du darauf achten, dass du die Regeln nur etwas dehnst und nicht gleich vollständig brichst. Ein Beispiel: Auf einem Parkplatz in die falsche Richtung zu fahren ist ok, auf einem Behindertenparkplatz zu parken allerdings nicht.
  • Am Arbeitsplatz könntest du entscheiden, an einem Tag deine Mittagspause etwas zu verlängern und dafür später Feierabend zu machen oder am nächsten Tag früher an den Schreibtisch zurückzukehren.

8. Arbeite weiterhin an dir selbst. Vermutlich wirst du hin und wieder Rückschläge einstecken müssen oder in alte Muster zurückfallen, was deine unflexible und ernste Lebenseinstellung betrifft – und das ist auch völlig normal und akzeptabel. Lerne, diesen Dingen keine allzu große Bedeutung zuzumessen und blicke stattdessen schnell wieder nach vorne. Wenn du dich erneut auf dich und das Positive in deinem Leben konzentrierst, wirst du schnell auf den Weg des lockeren Lebensstils zurückfinden.