EINSTIEG IN DIE BASISCHE ERNÄHRUNG

Die NIEWINTER Community vereint eine neue Generation an Opinion Leaders, Healthy Lifestyle Experten und Influencern, die uns mit ihren Arbeiten aufgefallen sind, die uns inspirieren und mit denen wir ab sofort eng zusammen arbeiten werden. Deshalb gibt es an dieser Stelle in Zukunft einiges von unseren Community Mitglieder zu lesen. In diesem Artikel von Carolionk berichtet Caro was ihr den Impuls zu einer Ernährungsumstellung gegeben hat, welche Lebensmittel basisch und welche säurehaltig sind und was ein ausgeglichenes Säure-Basen-Verhältnis im Körper bewirken kann.

Warum basische Ernährung?

Nach meiner Krebsdiagnose war es mir wichtig auch selbst etwas zu tun und nicht immer nur tatenlos all den Ärzten bei ihren Entscheidungen zu zuschauen. Leider kann man bei solch einer Diagnose nicht viel machen außer den Ärzten zu vertrauen. Wenn wir unserem Körper aber helfen können, dann mit der Ernährung! Ich habe mich in den letzten Monaten intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt und nach der richtigen Ernährungsform für mich gesucht. Im Endeffekt muss das jeder für sich individuell entscheiden, ich probiere mich aber nun zum größten Teil basisch und hormonfrei zu ernähren. Basisch, weil nachgewiesen worden ist, dass in „basischen Körpern“ keine Krebszellen überleben oder entstehen können. So ist ein saures Milieu quasi eine Art Einladung für Bakterien und Krebszellen (vor allem wenn man wie ich genetisch bedingt vorbelastet ist -> BRCA1). Und nicht nur Tumorerkrankungen können mit einer basischen Ernährung vorgebeugt werden, sondern auch Erkrankungen wie Gicht, Herzinfarkt, Magen-Darm-Geschwüre, Migräne, Neurodermitis, Osteoporose und vieles mehr. Also allerhand um einmal mehr über die basische Ernährung nachzudenken und darüber was man tagtäglich so zu sich nimmt. Auf der anderen Seite probiere ich mich möglichst hormonfrei zu ernähren, da nachgewiesen worden ist, dass sich meine Tumorzellen von den Hormonen in meinem Körper ernährt haben. Zum einen gebe ich hier der „Pille“ die Schuld, welche ich jahrelang eingenommen habe und somit für einen unausgeglichenen Hormonhaushalt in meinem Körper gesorgt habe, aber auch über die Nahrung nehmen wir immer häufiger Östrogene zu uns und beeinflussen den Hormonhaushalt somit zusätzlich. Beispielsweise haben Sojaprodukte, Hülsenfrüchte oder Granatäpfel einen hohen Östrogenanteil, so dass ich probiere diese Produkte zu vermeiden. Wie ich anfänglich geschrieben habe ist dies aber er eine sehr individuelle Entscheidung. Viel Frauen in den Wechseljahren haben beispielsweise einen Östrogenmangel. Hier können die Produkte sogar von Vorteil sein. Da allerdings die basische Ernährung für jedermann zu empfehlen ist, möchte ich diesen Blogpost der basischen Ernährung widmen und hier einen kleinen Einblick in die basische Ernährung geben.

Säure-Basen-Balance

Unsere Ernährungs- und Lebensweise führt oft zu einer starken Säurebelastung für unseren Körper ohne das wir es selbst merken. Ihr fühlt euch müde, schlapp, habt Schlafprobleme und vielleicht sogar auch des Öfteren Sodbrennen? Eine Übersäuerung eures Körpers kann die Ursache sein. Um den vorzubeugen ist es wichtig auf eine ausgeglichene Säure-Basen-Balance zu achten. Das heißt also, dass ihr nicht zwingend nur noch basisch essen und auf gewisse Dinge verzichten solltet – auf das Gleichgewicht kommt es an! So liegt ein gesundes Säure-Basen-Verhältnis bei 80:20. 80% der Ernährung sollte damit basisch sein, 20% der Ernährung kann säurebildende Produkte beinhalten.

Generell kann man sagen, dass heutzutage auf unseren Speiseplan oftmals zu viel Fertigprodukte stehen. In nahezu allen Lebensmitteln verbergen sich mittlerweile Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe und Zucker. Schaut euch die Zusammensetzung eurer Produkte einmal näher an. Je länger die Zutatenliste eines Produktes, desto wahrscheinlicher ist es, dass es zur unerwünschten Säurebildung führt. Ich persönlich habe schon einen Schreck bei einigen vermeintlich gesunden Lebensmitteln bekommen. Oftmals befindet sich Industriezucker in Lebensmitteln, wo ich sie überhaupt nicht vermutet hätte. Das ist erschreckend! Überprüft eure Lebensmittel also lieber noch einmal genauer 

Welche Lebensmittel sind basisch und welche nicht?

Meine „basischen Lieblingslebensmittel“ möchte ich euch hier einmal kurz zusammenfassen:

Basische Lebensmittel

Obst

  • Äpfel
  • Avocado
  • Banane
  • Beeren (Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren etc.)
  • Kiwis
  • Mango
  • Pfirsich
  • Rhabarber
  • Zitrone!

Gemüse

  • Blumenkohl
  • Brokkoli!
  • Gurken!
  • Karotten
  • Kartoffeln (ihr müsst also nicht auf Kohlenhydrate verzichten  )
  • Kürbis
  • Rote Bete
  • Pilze (vor allem Pfifferlinge sind sehr basisch)
  • Süßkartoffeln
  • Zucchini

Salate und Kräuter

  • Basilikum
  • Dill
  • Feld- und Kopfsalat
  • Kurkuma
  • Löwenzahn
  • Petersilie
  • Pfefferminze
  • Rucola
  • Safran
  • Salbei
  • Schnittlauch
  • Spinat
  • Vanille
  • Zimt

Samen und Nüsse

  • Mandeln
  • Kokosnuss
  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkerne

kaltgepresste Pflanzenöle

  • Kürbiskernöl
  • Rapsöl
  • Olivenöl
  • Sonnenblumenöl

Basische Süßungsmittel

  • Agavendicksaft
  • Datteln/Feigen
  • Xylit
  • Stevia

Getränke

  • Wasser
  • Kokosmilch
  • Kräutertee
  • Mandelmilch
  • Frisch gepresste Fruchtsäfte
  • Zitronenwasser (200ml Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone)

Gute säurebildende Lebensmittel

Getreide

  • Getreideprodukte wie Dinkel, Gerste und Hirse
  • Pseudogetreide wie Amarant, Buchweizen und Quinoa
  • Vollkornreis

Nüsse

  • Cashew
  • Walnüsse
  • Pistazien

Sonstiges

  • naturtrüber Apfelessig
  • Frischmilch (am besten Bio oder Demeter, ich persönlich bin aber zum größten Teil auf Kokos- und Mandelmilch umgestiegen), Alternativ geht auch Molke und Buttermilch
  • Grüntee/ Matcha

Welche Lebensmittel ihr eher meiden bzw. 20% eures täglichen Bedarfs ausmachen sollten, sind die folgenden:

Schlechte säurebildende Lebensmittel

Tierisches Eiweiß

  • Eier aus konventioneller Landwirtschaft
  • Fisch und Meeresfrüchte aus konventioneller Aquakultur
  • Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft (vor allem Schweinefleisch sollte sehr reduziert werden)
  • Milchprodukte
  • Wurstwaren

Wenn tierische Produkte am besten Bio-Produkte! Ich probiere meinen Fleischkonsum auf 1x in der Woche zu reduzieren. Wenn ich Fleisch oder Fisch esse, dann meist Hühnerfleisch oder Lachs.

Getränke

  • Alkohol!
  • Kaffee!
  • Mineralwasser und generell kohlensäurehaltige Getränke
  • schwarzer Tee
  • Softdrinks und Limonade (mit Industriezucker)

Sonstiges

  • Essig
  • Fertigprodukte und stark industriell verarbeitete Lebensmittel
  • Getreideprodukte/ Back- und Teigwaren (Brot, Brötchen, Croissants, Laugengebäck!, Pasta, Haferflocken etc.) – wenn Brot und Pasta, dann bestenfalls Dinkel oder Vollkorn
  • Senf
  • Zucker und zuckerhaltige Produkte

Interessiert an Ernährungstipps? Mehr zu dem Thema basische Ernährung findest Du auf Carolionk.

NIEWINTER Community

CAROLIN KOTKE


Carolin Kotke ist ausgebildete Ernährungsberaterin und bloggt auf ihrer Seite carolionk.com rund um die Themen Healthy Living. Ihr Fokus liegt auf der basischen Ernährung so wie der Ernährung bei Krankheiten. Nächstes Jahr wird sie hierzu passend Workshops und Seminare anbieten. Bis dahin könnt ihr euch bei ihr Tipps rund um einen gesunden und ausgewogenen Lebensstil auf ihrer Seite carolionk.com oder ihrem Instagramaccount holen.