Der Libidoverlust zählt zu den sexuellen Funktionsstörungen. Er ist charakterisiert durch ein vermindertes sexuelles Verlangen. Die American Psychiatric Association definiert eine Libidostörung, als ständigen oder wiederkehrenden Mangel oder völlige Abwesenheit sowohl sexueller Phantasien, als auch fehlendes Verlangen nach sexuellem Aktivwerden. Nicht zu verwechseln ist die sexuelle Luststörung mit einer sexuellen Aversion, bei der die Vorstellung von sexuellen Kontakten mit negativen Gefühlen (z.B. Ekel) oder sogar Angst verbunden ist.

Die Ursachen für mangelnde Lust bzw. vermindertes sexuelles Verlangen sind vielfältig und können sowohl körperlich als auch psychisch bedingt sein.

Mögliche körperliche Ursachen sind Hormonstörungen (z.B. Testosteronmangel), Krankheiten (z.B. Bluthochdruck, Schilddrüsenunterfunktion, Depression), urogynäkologische Erkrankungen (z.B. Zysten, Vernarbungen), sexuell bedingte Schmerzen (z.B. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr). Neben den körperlichen Ursachen können auch psychische und soziale Faktoren zu Lustlosigkeit führen. Dazu zählen u.a. individualpsychologische Faktoren wie Stress, Minderwertigkeitsgefühle, familiäres Klima, Angststörungen und Traumata. Desweiteren führen Beziehungsfaktoren wie Konflikte in der Partnerschaft oder soziale Faktoren wie Existenzängste, Arbeitslosigkeit, Sexualmythen zu mangelnder sexueller Lust.Der Missbrauch von Alkohol und Drogen sowie die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann ebenfalls zu sexueller Lustlosigkeit führen. Studien zur Einnahme der Anti Baby-Pille bezeugen den Verlust der Libido als Nebenwirkung. Doch nicht alle Pillen senken die Libido gleich stark. Bisher gibt es keine Vergleichsstudien, aus denen eindeutig hervorgeht, welche Pillen nachhaltig am wenigsten Einfluss auf die Libido haben.

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