MAß­GESCHNEIDERTES ANTI-AGING-TREATMENT

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Wir cremen, wir peelen, wir schützen unsere Haut vor UV-Strahlung und fügen ihr nur die besten Nährstoffe zu. Und doch werden sie uns irgendwann einholen, die ersten Auswirkungen des Alters und der Umwelteinflüsse, denen vor allem unser Gesicht tagtäglich ausgesetzt ist.

Kein Wunder also, dass der Anti-Aging-Markt boomt – Botox und Filler sind für viele zum selbstverständlichen Teil des Beauty-Rituals geworden. Influencer und Skinfluencer präsentieren uns teilweise beeindruckende Resultate und dramatische Effekte. Doch wo anfangen – und wann aufhören? Und wieviel Sinn ergibt es, sich Botox-to-go zwischen Meeting und Mittagspause injizieren zu lassen?

„Schönheit entsteht durch schlüssige Linienführung und Ausgewogenheit in den Proportionen“, erklärt die Gesichtschirurgin Dr. Sonja Brumme im Interview mit NIEWINTER.

Fakt ist, dass der Alterungsprozess komplex ist und individuell sehr verschieden wahrgenommen wird. Dabei spielen nicht nur Falten, sondern auch Volumenverlust, Veränderung der Gesichtskonturen und Elastizitätsabnahme eine Rolle. Die Gesamtheit dieser Veränderungen mit einer einzigen Methode angehen zu wollen, ist also weder logisch noch sinnvoll. Wird dies trotzdem versucht, entstehen oft ­Ballon- und Maskengesichter.

Nachhaltige Verjüngung und individuelle Optimierung

Wer früh anfängt, sich gegen die ersten Anzeichen der Hautalterung zu schützen, profitiert im Alter. Das ist zwar kein neues Konzept, aber innovative Anti-Aging-­Methoden, die sowohl Falten lindern und das Hautbild verfeinern als auch Volumen on point dorthin bringen, wo es erwünscht ist, ermöglichen es, eine nachhaltige Verjüngung und eine individuelle Verbesserung im Einklang mit den natürlichen Proportionen zu erzielen.

Maßgeschneiderter Anti-Aging-Mix aus Ellansé®, Hyaluron und Botox

„Für optimale Ergebnisse muss ein stimmiges Konzept entwickelt werden, das die individuelle Physiognomie und Persönlichkeit des Patienten berücksichtigt“, erklärt Dr. Brumme, die sich auf die Kunst der sanften Anti-Aging-Modellage spezialisiert hat.

Die Wahlhamburgerin betreibt im Stadtteil Ottensen ihre eigene Fachpraxis für Haut- und Gesichtschirurgie und hat tagtäglich mit den neuesten State-of-the-art-Präparaten zu tun. Sie weiß genau, worauf es bei der Wahl der Injektion ankommt, und beantwortet unsere wichtigsten Fragen dazu:

Ab wann ist maßgescheidertes Anti-Aging sinnvoll im Hinblick auf Alter und Problemzonen?

Da es sich um Wünsche handelt, geht es immer danach, ob und was diejenige/denjenigen stört. Sobald einem beim Blick in den Spiegel etwas ärgert oder man eine unschöne Veränderung feststellt, kann man einen Profi fragen und sich beraten lassen. Es gibt für jede Ausprägung und jede Problemzone Möglichkeiten. Der Grundgedanke ist – frei nach Sokrates: „Mögen mein Inneres und mein Äußeres eins sein“. Und natürlich kann man auch den Grundgedanken der Prophylaxe bemühen: Zähneputzen, um die Zähne zu erhalten. Regelmäßige Hautpflege – und wenn von außen auf die Haut wirkende Cremes oder Kosmetikbehandlungen nicht mehr reichen, dann kann es legitimerweise eben auch mal was Minimalinvasives mit unter der Haut eingebrachtem Material sein.

Was ist der Unterschied von Ellansé®, Hyaluron und Botox, und welcher Wirkstoff ist wann sinnvoll?

Zur minimalinvasiven Gesichtsbehandlung werden verschiedenste Wirkstoffe benutzt. Grundsätzlich besteht in den seriösen Fachkreisen Einigkeit darüber, dass bevorzugt Materialien benutzt werden, die sich wieder auflösen. Botox und Hyaluronsäure werden z. Zt. sicherlich am häufigsten und schon am längsten eingesetzt. Der Unterschied: 
Hyaluronsäure gibt es in verschiedenen Stärken, die bei der Herstellung durch den Vernetzungsgrad erreicht werden. Je mehr Vernetzung, desto dickflüssiger oder zäher ist das Material und umso länger braucht der Körper, es wieder abzubauen.
Sogenannte Bioaktivatoren wie Polymilchsäure (Ellansé®) oder Kalziumhydroxylapatit (Radiesse®) sind Unterspritzungsmaterialien, die unter die Haut eingebracht werden, während ihres Auflösungsprozesses das Bindegewebe anregen, eigene neue kollagene Fasern zu bilden, und somit einen Effekt über den Auflösungsprozess hinaus auf die Spannkraft der Haut haben.

Für Fadenlifts oder Fadenbehandlung werden Fäden aus Polymilchsäure oder PDO (Polydioxanon) verwendet, die neben einem gewissen mechanischen Zug den gleichem Effekt auslösen, dass sich eigene kollagene Fasern um die sich allmählich auflösenden Fäden bilden.

Welche Vorteile haben Patienten, wenn sie gemeinsam mit dem Arzt ein Anti-Aging-Konzept besprechen?

Beim Erstgespräch Zeit für die Beratung zu investieren, lohnt sich immer. Ich als Ärztin muss die Wünsche des Patienten verstehen, mich vielleicht auch in seine Lebenssituation hineindenken, eine Analyse des Gesichtes, der Haut, der Strukturen machen, um dann Vorschläge für Massnahmen zu erarbeiten, die dann auch gern etappenweise durchgeführt werden können. Der Patient wiederum braucht Gelegenheit, mich kennenzulernen und Vertrauen zu fassen. Das ist ja wichtig, wenn Eingriffe im Gesicht gemacht werden sollen, es geht ja nicht um die Pobacke … Der Patient muss auch merken, dass ich über das, was ich anbiete, Bescheid weiß und es beherrsche. Sicher ist es gut, als Patient nicht einer Mode aus dem Internet oder aus Amerika hinterherzulaufen, zur Tür rein zu kommen und das und das zu verlangen, sondern sich erst mal von einem Profi beraten zu lassen, was für einen selbst sinnvoll und mit welchem jeweiligen Aufwand machbar ist. Vorteilhaft ist langfristig auch, bei einem Behandler – der weiß, was er in welcher Region, mit welchem Mittel und in welcher Dosis gemacht und alles entsprechend dokumentiert hat –, zu bleiben. Den Zahnarzt wechselt man ja auch nicht dauernd und tingelt rum, um vielleicht ein paar Euro einzusparen.

Welche langfristigen Vorteile bietet ein Mix aus verschiedenen Fillern und Methoden?

Es ist eben nicht jeder Wirkstoff und jede Methode für jede Lokalisation sinnvoll einsetzbar. Prinzipiell sollte darauf geachtet werden, dass sich die Materialien untereinander vertragen. Es geht immer darum, was man an welcher Stelle erreichen will. Will man mimische Falten mildern, die durch Muskelaktivität entstehen, kann man Botox in den Muskel spritzen und damit die darüber liegende Haut entspannen. Will man die oberflächlichen Fältchen an Oberlippe oder Unterlippe behandeln, wird das Material eher in die Haut injiziert und darf deswegen nicht zu dickflüssig sein. Will man dabei auch einen Volumeneffekt, dann eher Hyaluronsäuren, will man lieber kein Volumen, dann eher Fäden. Will man tiefere Falten z. B. an Mundwinkeln, Kinn- oder Nasolabialfalte abschwächen, injiziert man eher etwas dickflüssigeres Material unter die Haut. Will man Gesichtskonturen rekonstruieren, werden die Mittel eher tief eingegeben, und man bevorzugt die sogenannten Bioaktivatoren wie Ellansé® oder Radiesse®. Will man Volumen zurückgewinnen wie im Mittelgesicht – dann eher Bioaktivatoren – oder will man Straffen ohne Volumen wie im Untergesicht – dann eher Fäden.

Wie funktioniert die Ellansé®-Methode im Gegensatz zu anderen Fillern?

Ellansé® ist in eine Gelbasis eingebrachte Polymilchsäure. Der Soforteffekt nach dem Einbringen wird zunächst durch den geligen Grundstoff erreicht, während die anregende Wirkung der Polymilchsäure auf die Bildung von kollagenen Fasern erst allmählich nach Wochen bis Monaten zustande kommt, dann aber eben auch nach völligem Auflösen des Materials einen anhaltenden Effekt auf das Bindegewebe und die Hautstruktur hat.

Wie lange dauert die Prozedur, und wie schmerzhaft ist das Vorgehen?

Mit dem Spruch „Wer schön sein will, muss leiden“ erhascht man vielleicht nicht 100% an Empathie-Punkten, aber es ist eben keine Wellness-Behandlung bei der Kosmetikerin. Schließlich wird ja invasiv – wenn auch minimal – etwas unter die Haut eingebracht, und dazu muss man eben leider die Hautbarriere durchbrechen. Die Einstiche können natürlich etwas schmerzhaft sein. Das Verteilen unter der Haut wiederum ist eher als unangenehmer Druck zu fühlen. Manche verspüren ein gewisses Brennen, das aber schnell wieder vorübergeht.

Welche Nebenwirkungen können bei der Unterspritzung auftreten?

An den Einstichstellen und manchmal auch beim Verteilen des Materials unter der Haut können Blutergüsse entstehen, die der Körper aber nach kurzer Zeit selbst wieder abbaut. Besonders in den ersten Stunden kann durch die wasseranziehende Wirkung der Gelbasis im Material ein Gefühl von Spannung oder Aufgequollenheit entstehen, das über Nacht wieder abklingt. Reizungen durch die Polymilchsäure im Gewebe sind sehr selten und meist nicht behandlungsbedürftig, da sich das Material ja allmählich selbst auflöst.

Immer mehr Kosmetikstudios bieten minimalinvasive Eingriffe an – welche Risiken sollte man hierbei beachten?

Grundsätzlich ist es Kosmetiker/innen erlaubt, von außen auf die Haut einzuwirken oder direkt in die oberste Schicht der Haut Material einzubringen. Dafür eignet sich lediglich Hyaluronsäure mit allerkürzesten Nadeln, sogenannte Pens ähnlich den Insulinspritzen für Diabetiker, die die Haut selbst nicht durchbrechen dürfen. Falten zu unterspritzen, Fäden einzubringen oder Fadenlifts durchzuführen ist per Gesetz Ärzten (auch nicht Zahnärzten!) und Heilpraktikern vorbehalten. Jeder auch noch so minimalinvasive Eingriff bedarf einer Aufklärung, einer Einverständniserklärung, einer fachgerechten Durchführung sowie einer Dokumentation. Neben Wissen und Erfahrung zu den verwendeten Mitteln und Methoden sind vor allem Kenntnisse der Anatomie (z. B. welche Gefäße oder Nerven unter der Haut laufen) und der Hygienevorschriften (Sterilität und Desinfektion) Voraussetzung für eine sichere Anwendung. Unabhängig von den juristischen Belangen fehlt für eine Professionalität der Behandlung Kosmetiker/innen das tiefere Fachwissen für die Analyse der Veränderungen und die Auswahl der Methoden und Möglichkeiten.

Mit welchen Kosten muss man bei einer Ellansé®-Behandlung rechnen?
Die Preise beginnen bei ca. 480 Euro.

Wie lange hält die Behandlung mit Ellansé®?

Das Material selbst baut sich allmählich nach 9-12 Monaten oder einem etwas längeren Zeitraum ab, hinterlässt als anhaltende Wirkung aber die Bildung körpereigener Kollagenfasern.

In freundlicher Zusammenarbeit mit Dr. med. Sonja Brumme. Zum Profil